Burgruine Windegg

Der Verfall der Burgruine Windegg war dramatisch weit fortgeschritten, es war ein Wettlauf mit der Zeit, tonnenschwere Steine zerbrachen. Es bestand höchste Einsturzgefahr! Aus der Südostecke der Ruine drohten vor der Renovierung (1980) die Quader auf die tiefer liegende Straße zu stürzen. Die Burgruine war bereits zur Sprengung frei gegeben, diese konnte im letzen Augenblick noch verhindert werden. 
 


Die Burg Windegg um 1674

Menschen aller Altersgruppen und verschiedenster Berufe haben sich zu einer einzigartigen Aktion zusammengefunden, um auf selbstlose Weise die Burgruine Windegg zu erhalten. Im Jahr 1980 wurde auf Initiative von Konsulent Franz Reindl der "Arbeitskreis Windegg im Schwertberger Kulturring" gegründet. Der Verein umfasst rund 370 Mitglieder, die in zehntausenden freiwilligen Arbeiststunden und mannigfaltigen Aktivitäten und Veranstaltungen die Rettung und Erhaltung der Burgruine ermöglichen.
 
Der erste Schritt der Renovierungsaktion galt dem Schutz der Straße und bestand aus der Errichtung eines starken Fangzaunes. Der Bergfried war bis auf eine Ecke verfallen und wurde in gefährlichen und zahllosen, mühevollen Arbeitseinsätzen wiederaufgebaut und ist seit 1998 begehbar.
 
Die Funde (Keramik- und Metallbruchstücke), die bei den Renovierungsarbeiten an der Ruine zutage kamen, sind im Kulturhaus der Gemeinde Schwertberg ("Lichtenwagnerhaus", unmittelbar unterhalb der Burgruine Windegg) in einem dafür vorgesehenen Schauraum ausgestellt. Allen aktiven Mitgliedern, die mit großem Fleiß und unermüdlichem Einsatz seit vielen Jahren die schweren Arbeiten am Bergfried und in der Ruine ehrenamtlich durchführen und allen Besuchern der Ruine und des Museums im Kulturhaus für ihre Anerkennung und ihre Spenden, herzlichen Dank!